Samstag, 1. August 2026

Mit dem Wohnmobil an den Gardasee



 Mit dem Wohnmobil an den Gardasee 

29. Mai bis 7. Juni 2026

(Codroipo, Moniga des Garda, Madonna della Corona, Cascata Varone, Prada-Costabella)


Nach der Arbeit war es endlich so weit: Unser Urlaub konnte beginnen! Voller Vorfreude starteten wir mit unserm Wohnmobil Richtung Italien. Dieses Mal war die Reise etwas Besonderes, denn zum ersten Mal hatten wir unseren neuen Anhänger dabei, auf dem unser Roller und unsere beiden E-Bikes sicher verstaut waren. Natürlich waren wir gespannt, wie sich das Fahren mit dem Anhänger bewähren würde. Wir waren auch gespannt, wie es ist mit dem Roller den Gardasee zu erkunden.

Unsere Route führte uns über Arnoldstein bis nach Codroipo, wo wir einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz für unsere erste Übernachtung ausgewählt hatten. Auf den Straßen war an diesem Nachmittag und Abend sehr viel Verkehr, dennoch verlief die Fahrt problemlos und gegen 19:30 Uhr erreichten wir unser Tagesziel.


Nach dem Einparken ließen wir den ersten Urlaubstag gemütlich ausklingen. Die Nacht war angenehm ruhig und wir konnten uns gut von der Anreise erholen.

Am nächsten Morgen erkundeten wir noch die Umgebung und besuchten die beeindruckende Villa Manin. Die prachtvolle Villa wurde im 17. Jahrhundert erbaut und war einst der Wohnsitz der einflussreichen Familie Manin. Besonders bekannt ist sie als letzter Amtssitz des Dogen Ludovico Manin, des letzten Herrschers der Republik Venedig. Heute zählt die Villa zu den bedeutendsten Barockanlagen Norditaliens und wird für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt.

https://www.villamanin.it/en/

Die weitläufige Anlage mit ihrem großzügigen Ehrenhof und den gepflegten Parkanlagen ist wirklich beeindruckend und ein lohnender Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden.




Wohnmobilstellplatz Codroipo (Udine):

Adresse: 33033 Passariano, 10 SP65

GPS: N45°56'50'' E 13°0'31''

gebührenfrei, ca. 30 Plätze, Frischwasser und Strom gegen einen kleinen Beitrag vorhanden, Entsorgungsstelle für Grauwasser, für eine Übernachtung perfekt geeignet






Gegen 8:00 Uhr setzten wir unsere Reise fort. Unser Ziel war Moniga del Garda am wunderschönen Gardasee. Dort hatten wir bereits einen Monat zuvor auf dem Camping Piantelle eine große Parzelle online reserviert.

An der Rezeption wurden wir sehr freundlich empfangen. Dank unserer Reservierung war der Check-in rasch erledigt und wir erhielten unseren XXL-Stellplatz Nummer 302 - großzügig, gepflegt und genau richtig für unser Wohnmobil samt Anhänger.

https://piantelle.com/

Nachdem alles aufgebaut war und wir es uns gemütlich eingerichtet hatten, machten wir einen ersten Rundgang über den Campingplatz. Die gepflegte Anlage, die entspannte Atmosphäre und die Nähe zum See gefielen uns sofort.

Am Abend spazierten wir noch hinunter zum Gardasee und genossen die besondere Stimmung am Wasser. Langsam ging die Sonne unter, der Urlaub hatte nun endgültig begonnen und die Vorfreude auf die kommenden Tage war riesengroß.



Mit einem wunderschönen Blick auf den See ließen wir den ersten Abend ruhig ausklingen und freuten uns auf viele unvergessliche Erlebnisse am Gardasee.

Am 31. Mai starteten wir unsere erste Rollerausfahrt am Gardasee. Nach dem Frühstück und bei herrlichem Sonnenschein erreichten wir nach 60 km Fahrt die Wallfahrtskirche "Madonna della Corona", ein Ort, den wir bereits vor 20 Jahren im Rahmen einer Busreise besucht hatten.


Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Die kurvenreichen Straßen und die beeindruckende Landschaft machten Lust auf mehr und wir genossen jeden Kilometer.

Die Wallfahrtskirche Madonna della Corona zählt zu den außergewöhnlichsten Kirchen Italiens. Sie schmiegt sich auf rund 775 m Seehöhe spektakulär an eine steile Felswand des Monte Baldo und scheint förmlich mit dem Berg verwachsen zu sein. Bereits im 13. Jahrhundert suchten Einsiedler diesen besonderen Ort auf. Die heutige Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und ist heute eines der bekanntesten Wallfahrtsziele Norditaliens.


Wir entschieden uns, den Kreuzweg zu Fuß bis zur Kirche zu gehen. Der Weg mit seinen Stationen lädt zum Innehalten und Nachdenken ein. Schritt für Schritt näherten wir uns diesem besonderen Ort, der uns schon vor 20 Jahren tief beeindruckt hatte.



Auch diesmal war der Besuch wieder sehr bewegend. Wir setzten uns still in die Kirche, in der gerade eine heilige Messe gefeiert wurde. Die feierliche Atmosphäre, die besondere Lage und die Ruhe dieses Ortes berührten uns erneut. Für uns war es ein Moment der Dankbarkeit.



Nach diesem besonderen Erlebnis machten wir uns wieder auf den Rückweg. Die abwechslungsreiche Landschaft, die kleinen Orte und die herrlichen Ausblicke machten auch die Rückfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zurück auf dem Camping Piantelle warteten bereits die wohlverdiente Erfrischung. Wir sprangen in den Pool und genossen den restlichen Nachmittag ganz entspannt am Wasser und vor unserem Wohnmobil.

So ging ein wunderschöner Urlaubstag zu Ende - voller beeindruckender Landschaften, bewegender Momente und großer Dankbarkeit. Genau diese Tage sind es, die das Reisen mit dem Wohnmobil für uns so besonders machen.

Nach unserem erlebnisreichen Ausflug zur Madonna della Corona wollten wir es etwas ruhiger angehen. So nutzten wir den nächsten Tag um die Umgebung von Moniga del Garda zu erkunden. Wir schlenderten gemütlich durch den Ort, genossen die mediterrane Atmosphäre und ließen einfach die Seele baumeln.


Es tat gut, einmal keinen festen Plan zu haben - einfach den Tag genießen, die warmen Sonnenstrahlen auf sich  wirken lassen und den Urlaub bewusst erleben. Solche ruhigen Tage gehören für uns genauso zu einem gelungenen Wohnmobilurlaub wie spannende Ausflüge.


Am darauffolgenden Tag zeigte sich das Wetter von einer anderen Seite. Ein kräftiges Gewitter zog über den Gardasee und lud förmlich dazu ein, einen gemütlichen Tag im Wohnmobil zu verbringen.


Wir machten es uns mit einem guten Buch bequem, schauten ein wenig fern und genossen die entspannte Atmosphäre. Auch solche Tage haben ihren ganz besonderen Reiz - entschleunigen, ausruhen und neue Kraft für die nächsten Abenteuer zu sammeln.

So vergingen zwei herrlich ruhige Urlaubstage, die uns einmal zeigten, dass man nicht ständig unterwegs sein muss, um einen Urlaub in vollen Zügen zu genießen.

Doch unser Gardasse-Abenteuer ging am 3. Juni 2026 weiter. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen starteten wir mit unserem Roller zu einem weiteren Ausflug - diesmal Richtung Riva del Garda



Unser erstes Ziel war die Cascata Verone, ein beeindruckender Wasserfall, der zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten am nördlichen Gardasee zählt. Für den Eintritt bezahlten wir € 14,00 für zwei Personen - und dieser Besuch war jeden Cent wert.


Der Wasserfall stürzt rund 100 m durch eine enge Felsschlucht. Über Stege und Aussichtsplattformen gelangt man ganz nah an das tosende Wasser heran - ein beeindruckendes Naturschauspiel. Bereits 1874 wurde die Grotte für Besucher zugänglich gemacht und begeistert seither Gäste aus aller Welt.




Rund um die Grotte lädt ein liebevoll angelegter botanischer Garten mit zahlreichen Blumen, mediterranen Pflanzen und schattigen Wegen zum Verweilen ein. Die Kombination aus blühender Natur, dem Rauschen des Wassers und der angenehmen Kühle der Schlucht machte diesen Ort zu einem echten Highlight unseres Urlaubes.




Anschließend führte uns unsere Rollertour weiter nach Malcesine, wo wir eine gemütliche Pause einlegten. Bei einem kühlen Getränk und einem leckeren Eis genossen wir das bunte Treiben in den kleinen Gassen direkt am Gardasee.


Danach ging es weiter Richtung Peschiera del Garda. Mit dieser Tour hatten wir den Gardasee nun auch mit dem Roller vollständig umrundet - ein tolles Gefühl und ein unvergessliches Erlebnis.



Am Abend kehrten wir zufrieden auf unseren Campingplatz zurück. Nach einem erlebnisreichen Tag ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und waren einmal mehr dankbar, diese wunderschöne Region auf so entspannte Weise entdecken zu dürfen.


Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns wieder mit dem Roller auf den Weg. Unser Ziel war Prada, von wo aus wir mit der Prada-Costabella-Seilbahn auf den Monte Baldo fahren wollten.


Schon die Auffahrt war ein Erlebnis für sich. Anders als bei einer klassischen Gondel steht man hier in einem offenen Metallkorb, der wie ein kleiner Käfig gestaltet ist. Während der Fahrt schwebt man stehend den steilen Hang hinauf und hat einen freien Blick auf die Wälder, die Felsen, die Wiesen  und den tief unter einem liegenden Gardasee. Anfangs ist das Gefühl etwas ungewohnt, doch schon nach wenigen Minuten überwiegt die Begeisterung. Gerade diese außergewöhnliche Art der Auffahrt macht die Prada-Costabella zu einem echten Erlebnis und verleiht der Fahrt ihren ganz besonderen Reiz. Höher ging es dann weiter mit dem Sessellift und der Blick auf die umliegende Bergwelt war einfach beeindruckend.




Oben angekommen wanderten wir gemütlich weiter zum Rifugio Chierego. Schritt für Schritt eröffnete sich ein immer schöneres Panorama. An der Hütte angekommen, nahmen wir uns Zeit, die herrliche Aussicht zu genießen. Der Blick über den glitzernden Gardasee, die umliegenden Berge und die weite Landschaft war einfach atemberaubend. Solche Momente zeigen einem wieder, wie schön die Natur sein kann.



Nach einer gemütlichen Rast machten wir uns wieder auf den Rückweg und fuhren mit dem Sessellift und Seilbahn zurück zum Ausgangspunkt.

Doch der Tag hatte noch eine Überraschung für uns parat. In Lazise gerieten wir eher zufällig mitten in die Italien-Radrundfahrt der Frauen (Giro d'Italia Women). Es war spannend, die Radrennfahrerinnen hautnah zu erleben und die tolle Stimmung entlang der Strecke mitzuerleben. Ein echtes Highlight mit dem wir überhaupt nicht gerechnet hatten.




Am Abend kehrten wir wieder auf unseren Campingplatz zurück. Dort ließen wir den Tag ganz gemütlich bei einer Runde Würfelpoker und Pizza ausklingen.


Wieder ging ein wunderschöner Urlaubstag zu Ende - voller unvergesslicher Eindrücke, herrlicher Natur und kleiner Überraschungen, die eine Reise oft erst so richtig besonders machen.

Viel zu schnell war unser letzter Urlaubstag am Gardasee gekommen. Diesmal stand kein großer Ausflug auf dem Programm. Wir wollten die letzten Stunden am Gardasee ganz bewusst genießen.

Wir unternahmen noch einen gemütlichen Spaziergang entlang des Sees und ließen die vielen schönen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren und genossen die herrliche Atmosphäre.



Ich nutzte  noch einmal die Zeit für das Stand-up-Paddeln und glitt mit dem SUP über das ruhige Wasser des Gardasees, genoss die Sonne und den traumhaften Ausblick auf die umliegenden Berge. Ein Gefühl von Freiheit und Urlaub, das man am liebsten festhalten möchte.


Den restlichen Tag verbrachten wir ganz entspannt auf dem Campingplatz. Einen schönerer Ausklang hätte es kaum geben können. 


https://piantelle.com/


Camping Piantelle in Moniga del Garda:

GPS: N45°31'12'' E 10°31'48''

€ 27,00 pro Nacht durch Acsi-Card, saubere Sanitäranlagen, XXL-Plätze, Restaurant, Ver- und Entsorgung, Strom, 250 m zum See






Am Samstag hieß es schon früh am Morgen Abschied vom Gardasee zu nehmen. Mit vielen wunderschönen Erinnerungen im Gepäck machten wir uns auf den Heimweg Richtung Österreich.

Unser Tagesziel war der Wohnmobilstellplatz in Kufstein. Zu unserer Freude bekamen wir noch einen der begehrten Stellplätze und konnten unser Wohnmobil für die letzte Nacht unserer Reise abstellen. 


Anschließend machten wir einen gemütlichen Spaziergang durch die schöne Festungsstadt. Kufstein mit seiner historischen Altstadt, den gemütlichen Gassen und dem Blick auf die imposante Festung Kufstein bot den perfekten Abschluss unseres Urlaubes. Die entspannte Atmosphäre lud noch einmal zum Genießen und Verweilen ein. 




Wohnmobilstellplatz Kufstein:

Adresse: 6330 Kufstein, Fischergries 22

GPS: N 47°35'14'' E 12°10'4''

max. 72 Stunden, € 15,00 pro Nacht, Strom € 1,00/3 kWh, ganzjährig geöffnet, 6 Plätze, Ver- und Entsorgung möglich, 






Nach einer ruhigen und angenehmen Nacht machten wir uns am nächsten Morgen auf den letzten Abschnitt unserer Heimreise. Zuhause angekommen, blickten wir dankbar auf eine wunderschöne Urlaubswoche zurück.

Der Gardasee hat uns wieder einmal begeistert - traumhafte Landschaften, beeindruckende Ausflugsziele, herrliche Rollertouren, entspannte Stunden am Campingplatz und viele unvergessliche Momente machten diese Reise wieder zu etwas ganz Besonderem.

Auch unser neues Gespann mit Wohnmobil und Anhänger hat sich bestens bewährt und wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Reisen.

Danke, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt. Wir hoffen, euch hat unser Reisebericht gefallen und freuen uns, wenn ihr auch bei unseren nächsten Wohnmobil-Abenteuern wieder mit dabei seid. Bis bald und allzeit gute Fahrt, 


liebe Grüße 

Manuela und Alfred