Sonntag, 23. August 2026

Wohnmobilreise nach Polen 2026

 Polenreise mit dem Wohnmobil 2026 

 Auf den Spuren der Geschichte 

(25. Juli bis 08. August 2026)

(Lodz-Litzmannstadt, Ketrzyn-Rastenburg, Krynica Morska, Danzig, Sopot, Rowy, Breslau, Tschechei - Brünn)

Unser Polen-Abenteuer begann am 25. Juli 2026. Endlich war es so weit, unser großes Abenteuer startet.

Wir haben uns vorgenommen, 14 Tage lang Polen zu erkunden, Land und Leute kennenzulernen, wunderschöne Orte zu entdecken und uns gleichzeitig mit der bewegten Geschichte dieses Landes auseinanderzusetzen.

Unsere Reise führte uns zunächst über Tschechien nach Polen. Alfred hatte bereits online eine 30-Tage-Vignette um € 22,00 für Tschechien besorgt. So konnten wir entspannt unsere Reise antreten. 


Unser erstes Ziel war "Lodz", das frühere "Litzmannstadt". Nach insgesamt 677 km erreichten wir den geschichtlichen Ort am Bahnhof Radegast, der eng mit der Geschichte des Ghettos von Lodz verbunden ist. Hier wollten wir auch die erste Nacht verbringen.


Gemeinsam besichtigten Alfred und ich den Bahnhof und den dort ausgestellten Zug. Von diesem Ort bzw. mit diesem Zug wurden während der NS-Zeit jüdische Menschen deportiert - viele von ihnen in Konzentrationslagern. Es war ein sehr bewegender und bedrückender Moment. Die Geschichte dieses Ortes macht betroffen.


Am Abend kehrten wir zu unserem Wohnmobil zurück und wollten den Tag gemütlich ausklingen lassen. Doch plötzlich spazierte eine ganze Wildschweinfamilie direkt an unserem Wohnmobil vorbei.

Wir waren natürlich ziemlich aufgeregt - mit so einem Besuch hatten wir definitiv nicht gerechnet. Ansonsten verlief die Nacht ruhig und wir konnten gut schlafen.



Parkplatz Lodz:

Adresse: 91-859 Lodz, 1A Stalowa

GPS: N 51°48'8'' E 19°28'40''

ganzjährig geöffnet, gebührenfrei, keine Ent- und Versorgung, zum Übernachten perfekt, ruhige Lage, Nähe des Bahnhofs Radegast




Am nächsten Morgen starteten wir nach einem gemütlichen Frühstück unser nächstes Abenteuer. Unser Ziel war Ketrzyn (Rastenburg), rund 370 km entfernt von Lodz. 

Dort wollten wir die Wolfsschanze, Hitlers ehemaliges Hauptquartier, besichtigen.

Die Fahrt verlief ruhig und gegen 15:30 Uhr erreichten wir unser Ziel. Nach dem Bezahlen der Eintritte und der Parkgebühr stellten wir unser Wohnmobil ab und suchten die Rezeption des Hotels auf, um auch die Kosten für unsere Übernachtung zu begleichen. Für den Eintritt und die Parkgebühren bezahlten wir € 21,00, die Übernachtungskosten betrugen € 24,00. Der junge Herr an der Rezeption war sehr freundlich und erklärte uns alles.

Anschließend besorgten wir uns zwei Audioguides und machten uns auf den Weg die Wolfsschanze zu erkunden.



Unser Rundgang führte uns vorbei an den Überresten von Dienstleistungsgebäuden, Arbeitsanlagen und natürlich auch an den gewaltigen Ruinen der ehemaligen Bunkeranlagen. Wir sahen unter anderem die Überreste von Hitlers Bunker und weitere Gebäuden, die einst Teil dieser streng abgeschirmten Anlage waren. 



Es ist heute kaum vorstellbar, dass diese Ruinen einst Schauplatz wichtiger Entscheidungen waren und hier die Führungsspitze des NS-Regimes lebte und arbeitete. Die Dimensionen der Anlage und die Geschichte, die mit diesem Ort verbunden ist, machen den Besuch sehr eindrucksvoll und zugleich nachdenklich.




Nach der Besichtigung waren wir hungrig und kehrten zu unserem Wohnmobil zurück. Dort bereiteten wir uns selbst etwas zum Essen und ließen den bewegenden Tag ruhig ausklingen. 

In der Nacht regnete es kräftig und auch am nächsten Morgen tropfte es noch vom Himmel.


Parken und Camping "Wolfschanze" Ketrzyn:

Adresse: 11-400 Ketrzyn, 5 Gierloz

GPS: N54°4'49'' E 21°29'39''

Parkgebühren von 20 PLN/ ca. € 5,00 + Übernachtungskosten inkl. Strom 95 PLN/ ca. € 25,00, ca. 30 Plätze, Sanitäranlagen sehr sauber, ruhig in der Nacht, ganzjährig geöffnet, direkt am Areal der Wolfsschanze, Restaurant, keine Ent- und Versorgung möglich



Nach dem Frühstück ging es weiter. Unsere Route führte uns entlang der litauischen Grenze in Richtung Ostsee. Unser nächstes Ziel war Krynica Morska, etwa 228 km entfernt.

Unsere Fahrt führte uns immer weiter in den Norden Polens und dabei sehr nahe an die russische Grenze. Krynica Morska liegt auf der sogenannten "Frischen Nehring", einer schmalen Landzunge zwischen der Ostsee und dem Frischen Haff (Zalew Wislany). Die Nehring erstreckt sich über viele Kilometer und ist landschaftlich etwas ganz Besonderes. Ein Teil gehört zu Polen, während der östliche Abschnitt zu Russland gehört.



Die Fahrt war allerdings ziemlich anstrengend. Vor allem die ländlichen Straßen waren teilweise in keinem besonderes guten Zustand, sodass wir deutlich langsamer vorankamen als geplant. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir schließlich unseren "Campingplatz Pole Namiotowe".

Dort wurden wir von einer älteren Dame ganz herzlich empfangen. Sie war ausgesprochen freundlich und sprach sogar ein wenig Deutsch, was die Verständigung natürlich sehr erleichterte.

Für 2 Nächte bezahlten wir 340 polnische Zloty, umgerechnet etwa € 80,00. Der Stellplatz selbst war eher einfach gehalten, aber für uns völlig ausreichend. Alfred parkte unser Wohnmobil ein und wir richteten uns gemütlich ein.


Krynica Morska zeigte sich uns als sehr touristisch, aber gleichzeitig ein wunderschöner Ort. Die Atmosphäre, die Nähe zur Ostsee und die besondere Lage machten sofort Lust darauf länger zu bleiben.



Danach kochten wir uns etwas zu essen und ließen den Abend ganz gemütlich in unserem Wohnmobil ausklingen.

Unser nächster Morgen begann etwas anders als erwartet. Um 5:30 Uhr wurden wir von einem lauten Sirenenalarm geweckt. Für einen kurzen Moment schoss mir der Gedanke durch den Kopf: Fliegeralarm? Dies sorgte bei uns natürlich für einen ordentlichen Schreck in den frühen Morgenstunden.

Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass es sich "nur" um den Sirenenalarm der Feuerwehr handelte. Die Sirene heulte dreimal kurz auf  und wir konnten beruhigt aufatmen und unseren Tag starten.

Nach diesem etwas ungewöhnlichen Weckruf machten wir uns nach dem Frühstück mit unseren Fahrrädern auf den Weg Richtung russische Grenze.



Unser Weg führte uns auf dem Radweg immer weiter Richtung Osten. Nach etwa 18 km machten wir noch einen Abstecher zur Ostsee. Das Meer, der Strand und die besondere Landschaft der Nehring waren wunderschön und wir genossen die Ruhe und die Natur.



Schließlich erreichten wir den Bereich an der russisch/polnischen Grenze. Dort stellten wir unsere Fahrräder ab und gingen zu Fuß weiter. Es war ein eigenartiges Gefühl, so unmittelbar an einer Grenze zu stehen, die nur wenige Kilometer von Russland entfernt ist. Natürlich machten wir einige Fotos von diesem besonderen Ort. 



Anschließend gönnten wir uns noch ein kühles Bier und ließen die Eindrücke ein wenig auf uns wirken.

Da wir gerade so schön unterwegs waren, beschlossen wir kurzerhand, noch weiter bis nach Piaski zu fahren. Piaski ist der östlichste Ort auf dem polnischen Teil der Frischen Nehrung und liegt nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt.



Der kleine Ort wirkt deutlich ruhiger als das touristische Krynica Morska und hat seinen ganz eigenen Charme. Die Lage zwischen Ostsee und Frischem Haff macht die Gegend landschaftlich reizvoll.


Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Leuchtturm von Krynica Morska. Der rund 27 m hohe Leuchtturm ist eines der Wahrzeichen des Ortes und bietet normalerweise einen schönen Blick über die Umgebung. Da allerdings gerade sehr viele Menschen anstanden, um den Turm zu besteigen, entschieden wir uns gegen den Aufstieg. Manchmal muss man eben auch einfach sagen: Das machen wir beim nächsten Mal!


Den Abend ließen wir gemütlich und entspannt ausklingen. Wieder einmal ging ein abwechslungsreicher Tag zu Ende - mit vielen Kilometern auf dem Fahrrad, wunderschönen Eindrücken von der Ostsee und einem ganz besonderen Erlebnis an der Grenze zu Russland. 








Camping Pole Namiotowe:

Adresse: 82-120 Krynica Morska, 126 Gdanska

GPS: N 54°22'43'' E 19°26'25''


340 PLN / ca. € 80,00 für 2 Nächte, inkl. Strom, einfache Sanitäranlagen, Ver- und Entsorgung möglich, zentral gelegen





Nach zwei wunderschönen Tagen auf der Frischen Nehrung hieß es wieder: Wohnmobil startklar machen und weiterfahren. Unser nächstes Ziel war die rund 78 km entfernte Hansestadt Danzig (Gdansk).

Am Morgen nieselte es noch leicht, doch je näher wir Danzig kamen, desto freundlicher wurde das Wetter. Gegen 11:00 Uhr erreichten wir den Camper Stop Stocznia. Inzwischen strahlte bereits die Sonne vom Himmel und es wurde richtig warm. 

An der Rezeption wurden wir ausgesprochen freundlich empfangen. Für zwei Nächte bezahlten wir 290 Polnische Zloty, dies sind ca. € 70,00. Wir freuten uns überhaupt noch einen Platz bekommen zu haben, denn der "Camper Stopp" ist sehr beliebt. Kein Wunder - die historische Altstadt ist in nur etwa 15 Gehminuten erreichbar und damit der ideale Ausgangspunkt für einen Städtetrip.

Als nette Überraschung erhielten wir beim Einchecken sogar noch ein Amber-Bier als Willkommensgeschenk - ein gelungener Start für unseren Aufenthalt.


Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns am Nachmittag zu Fuß auf den Weg in die Danziger Altstadt.

Schon nach wenigen Minuten waren wir mitten in der Altstadt. Überall herrschte reges Treiben - Restaurants und Cafés waren gut besucht, Straßenmusiker sorgten für Stimmung und unzählige Menschen schlenderten durch die prachtvollen Gassen.

Unser Weg führte uns zunächst zum berühmten Krantor (Zuraw), dem Wahrzeichen Danzigs. Der historische Hafenkran aus dem 15. Jahrhundert zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt und erinnert an die große Zeit Danzigs als bedeutende Hansestadt. 

Überall entdeckten wir kleine Geschäfte, in denen der für die Ostseeküste berühmte Bernstein in allen Variationen angeboten wurde - Schmuck, Kunsthandwerk und viele liebevoll gefertigte Souvenirs. Nicht umsonst wird Danzig auch als Welthauptstadt des Bernsteins bezeichnet.

Natürlich durfte auch ein Besuch der beeindruckenden Marienkirche nicht fehlen. Sie gilt als eine der größten Backsteinkirchen der Welt. Wir entschieden uns den Turm der Kirche zu besteigen. Wir bezahlten 40 PLN (ca. € 11,00). Es ging über 400 Stufen hinauf. Der Aufstieg war zwar anstrengend, doch oben wurden wir mit einem fantastischen Rundumblick über die Dächer von Danzig und bis hin zur Ostsee belohnt. Jeder einzelne Schritt hatte sich gelohnt.











Später gönnten wir uns ein kühles Bier und beobachteten einfach das bunte Treiben auf den Plätzen und in den Gassen. Genau solche Momente machen eine Städtereise besonders - einfach sitzen, genießen und das Leben an sich vorbeiziehen lassen.




Am Ende des Tages zeigte unser Schrittzähler rund 9 km an - dennoch hätten wir noch stundenlang durch diese wunderschöne Stadt schlendern können.



Danzig hat uns vom ersten Moment an begeistert. Eine Stadt voller Geschichte und beeindruckende Architektur.

Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir mit den E-Bikes in das 15 km entfernte Sopot, einer der bekanntesten Badeorte an der polnischen Ostseeküste.

Der gut ausgebaute Radweg führte uns durch die Stadt und entlang der Küste. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen war die Fahrt zwar heiß, aber wunderschön. Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke auf die Ostsee. 



Sopot gehört gemeinsam mit Danzig und Gdingen zur sogenannten Dreistadt. Der elegante Kurort ist vor allem für seine langen Sandstrände, die prächtigen Jugendstilvillen, die lebhafte Promenade und seine berühmte Seebrücke bekannt. Im Sommer zieht Sopot Besucher aus ganz Europa an und versprüht ein ganz besonderes Urlaubsflair.

Unser Ziel war die bekannte Seebrücke von Sopot (Molo). Mit einer Länge von 511,5 m ist sie die längste hölzerne Seebrücke Europas. Sie ragt weit in die Ostsee hinaus und bietet einen herrlichen Blick auf die Küste, den Strand und das glitzernde Meer.

Für den Eintritt bezahlten wir 20 PLN für zwei Personen. Auf der Seebrücke herrschte reges Treiben - unzählige Besucher genossen wie wir das traumhafte Sommerwetter.

Wir hatten in unserer Kühltasche zwei gut gekühlte Biere mitgebracht. So suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen, stießen auf unseren Urlaub an und genossen die herrliche Aussicht, sowie die gemeinsame Zeit. Genau diese kleinen Momente machen das Reisen so besonders.



Anschließend radelten wir wieder gemütlich zurück zu unserem "Camper-Stop" in Danzig und gönnten uns eine kleine Pause.

Am Abend zog es uns noch einmal zu Fuß in die wunderschöne Altstadt. Im warmen Licht der untergehenden Sonne wirkte Danzig fast noch stimmungsvoller als am Vortag. Die historischen Fassaden, die vielen Restaurants und das bunte Treiben sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.


Ein weiteres Highlight war die Drehbrücke über die Motlawa (Mottlau). Es ist eine Fußgängerbrücke zur Speicherinsel. Der drehbare Teil ist 50 m lang und wiegt 80 Tonnen. Es war faszinierend dieses technische Schauspiel aus nächster Nähe zu beobachten.


Zum Anschluss unseres Tages setzten wir uns noch gemütlich an den Segelhafen, gönnten uns ein kühles Getränk und ließen den Blick über das Wasser schweifen. 

Wieder ging ein wunderschöner Urlaubstag zu Ende - voller Bewegung, neuer Eindrücke und unvergessliche Augenblicke an der polnischen Ostsee.


Camper Park Stocznia in Danzig:

Adresse: 80-863 Gdansk, Dokowa 1

GPS: N 54°21'43'' E 18°39'30''

290 PLN/ ca. € 70,00 für 2 Nächte, inkl. Strom, Ver- und Entsorgung möglich, bei den Sanitäranlagen ist bei der Sauberkeit noch Luft nach oben, idealer Stopp für Städtetrip, 15 Gehminuten zur Altstadt, 23 Plätze, Areal sehr einfach gestaltet







Nach erlebnisreichen Tagen in Danzig führte uns unsere Reise weiter. Unser nächstes Ziel war das rund 158 km entfernte Rowy, ein kleiner idyllischer Urlaubsort direkt an der polnischen Ostsee.


Rowy liegt am Rand des Slowinzischen Nationalparks und ist bekannt für seine langen Sandstrände, die unberührte Natur und die entspannte Atmosphäre. Genau der richtige Ort, um nach den vielen Eindrücken der vergangenen Tage etwas zur Ruhe zu kommen.

Auf dem "Campingplatz Nr. 156" wurden wir freundlich empfangen. Für drei Nächte bezahlten wir unseren Stellplatz in der Höhe von 378 PLN, rund € 90,00. Wir bekamen einen Platz im Bereich D zugewiesen.

Nachdem Alfred unser Wohnmobil eingeparkt hatte, zog es uns natürlich gleich zur Ostsee - weicher Sand, das Rauschen der Wellen und die salzige Meeresluft - einfach herrlich. 


Den ersten Abend ließen wir ganz entspannt ausklingen und freuten uns auf die nächsten Tage am Meer.

Am nächsten Morgen spazierten wir durch die gemütliche Fußgängerzone von Rowy. Kleine Geschäfte, Cafés, Restaurants und zahlreichte Marktstände verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Beim Spaziergang entdeckten wir Fischer und so sahen wir ihnen bei deren Arbeit ein wenig über die Schultern.


Gegen Mittag zog allerdings Regen auf. Doch auch das gehört zu einem Urlaub dazu. Wir machten es uns im Wohnmobil gemütlich, schalteten den Fernseher ein und ich nutzte die Zeit, um an unserem Reiseblog weiterzuschreiben. So konnten wir die vielen schönen Erinnerungen gleich festhalten.

Der Sonntag begrüßte uns wieder mit strahlendem Sonnenschein. Nach einem gemütlichen Frühstück vor unserem Wohnmobil machten wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg. Unsere Tour führte durch einen wunderschönen Wald  und so wurde die Fahrt zu einem echten Erlebnis.

Natürlich durfte auch ein Bad in der Ostsee nicht fehlen. Das Wasser war angenehm erfrischend und wir genossen die Sonne, den feinen Sand und die herrliche Ruhe am Strand. Genau solche Momente sind es, die einen Urlaub unvergesslich machen. 

Am späten Nachmittag radelten wir wieder zurück zu unserem Campingplatz.


Zum Abschluss dieses wunderschönen Tages zauberte ich im Wohnmobil noch frische Palatschinken. Sie schmeckten einfach hervorragend und waren der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen Urlaubstages. 



Wieder einmal wurde uns bewusst, wie vielseitig Polen ist. Nach beeindruckenden Städten und geschichtsträchtigen Orten fanden wir nun Erholung an der Ostsee - eine wunderbare Mischung, die unsere Reise zu etwas ganz Besonderem machte.




Camping Nr. 156 in Rowy:

Adresse: 76-212 Rpwy, Baltycka 6

GPS: N 54°39'33'' E 17°3'3''

€ 30,00 pro Nacht inkl. Strom, ca. 25 Plätze, Ver- und Entsorgung möglich, saubere Sanitäranlagen, 10 Minuten zum Strand, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe 






Nach wunderschönen Tagen an der polnischen Ostsee hieß es wieder Abschied nehmen. Unser nächstes Ziel war Breslau (Wroclaw). Die Strecke von rund 485 km verlangte uns einiges ab. Wir starteten gegen 10:00 Uhr und erreichten unser Ziel erst um 18:00 Uhr. Es war eine lange und anstrengende Fahrt.

Unser Zuhause für die nächsten Tage war der Camping 117. Der Campingplatz liegt in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions und des Zoos. Dank der guten Anbindung mit der Straßenbahn und Bus ist er ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Nach dem Einparken genossen wir einen ruhigen Abend und erholten uns von der langen Etappe.



Nach dem Frühstück kauften wir uns 48-Stunden-Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Preis von 26 PLN pro Person - umgerechnet rund € 7,00, dies war erstaunlich günstig.


Mit der Straßenbahn fuhren wir in Richtung Innenstadt. Unser erster Halt war die historische Markthallte (Hala Targowa). 


Von dort spazierten wir weiter zur Dominsel (Ostrow Tumski), dem ältesten Stadtteil Breslau. Diese liegt an der Oder. Die imposanten gotische Kathedrale St. Johannes der Täufer mit ihren markanten Türmen zählt zu den Wahrzeichen der Stadt und beeindruckte uns sehr. Besonders schön ist die ruhige Atmosphäre auf der Dominsel mit ihren historischen Gebäuden und romantischen Brücken.


Breslau selbst zählt zu den schönsten Städten Polens. Die bunte Altstadt mit dem prächtigen Rathaus, den liebevoll restaurierten Bürgerhäusern und dem großen Marktplatz lädt zum Flanieren und Verweilen ein.




Natürlich durfte auch die polnische Küche nicht fehlen. Auf dem Hauptplatz gönnten wir uns traditionelle Gerichte. Ich aß Pierogi, dies sind gefüllte Teigtaschen und Alfred aß ein polnisches Kotelett. Das Essen schmeckte hervorragend.



Ein besonderes Marktzeichen Breslaus sind die berühmten Breslauer Zwerge. Über 800 kleine Bronzefiguren sind in der ganzen Stadt verteilt und warten darauf entdeckt zu werden. Jeder Zwerg hat seine eigene Geschichte und oft auch einen Bezug zum jeweiligen Standort. Es machte großen Spaß immer wieder einen neuen Zwerg zu entdecken.


Bei sommerlichen Temperaturen legten wir rund sechs km zu Fuß zurück. Am Abend kehrten wir müde, aber voller schöner Eindrücke zum Campingplatz zurück.

Da der Breslauer Zoo als einer der schönsten Europas gilt, beschlossen wir spontan, ihn am nächsten Tag zu besuchen. Die Eintrittskarten kauften wir bereits online. Für zwei Personen bezahlten wir 188 PLN (rund € 45,00) - deutlich günstiger als an der Tageskasse. Wenige Minuten später hatten wir die Tickets bereits bequem per E-Mai erhalten und freuten uns auf den nächsten Reisetag.

Heute war es endlich so weit. Wir besuchten den berühmten Zoo Breslau. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den den Weg. Die Tickets in den Taschen marschierten wir direkt durch die Kontrolle und steuerten als Erstes das Afrikarium an.

Was uns dort erwartete war einfach sensationell. Das Afrikarium ist das einzige Ozeanarium der Welt, das ausschließlich den Wasserwelten Afrikas gewidmet ist. Riesige Aquarien, ein beeindruckender Unterwassertunnel und eine faszinierende Tierwelt ließen uns staunen. Haie und Rochen glitten majestätisch über unsere Köpfe hinweg, Nilpferde konnten wir sogar unter Wasser beobachten, dazu Pinguine, Krokodile, Seebären und unzählige farbenprächtige Fische. Es war als würde man in eine völlig andere Welt eintauchen - wir waren restlos begeistert!




Anschließend erkundeten wir den weitläufigen Zoo. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen hatten sich viele Tiere in den Schatten zurückgezogen oder ruhten in ihren Gehegen. Trotzdem gab es jede Menge zu entdecken. Der Zoo ist wunderschön angelegt, sehr gepflegt und bietet seinen Tieren großzügige Anlagen.



Nach mehreren Stunden voller wunderbarer Eindrücke machten wir uns zufrieden und glücklich auf den Weg zurück zu unserem Wohnmobil. Es war ein wunderschöner Tag und der Zoo Breslau zählt für uns definitiv zu den Highlights unserer Polenreise.


Camping 117 Breslau (Wroclaw):

Adresse: 51-612 Breslau (Wroclaw), al. Jana Ignacego Paderewskiego 35

GPS: N 51°7'3'' E 17°5'27''

ca. 100 Plätze auf Wiese, Ver- und Entsorgung möglich, Sanitäranlagen nutzbar, ca. € 30,00 pro Nacht für Camper und 2 Personen, Sehenswürdigkeiten durch Straßenbahn leicht zu erreichen, sehr nett und hilfsbereit






Am nächsten Tag fuhren wir wieder weiter. Unser nächstes Ziel war das rund 299 km entfernte Brünn (Brno) in Tschechien. Bei der Abfahrt nieselte es leicht, doch je weiter wir fuhren desto freundlicher wurde das Wetter. Schon bald begleitete uns wieder die Sonne.

Am frühen Nachmittag erreichten wir den Wohnmobilstellplatz Brno. Das Einchecken war etwas anders als gewohnt. Am Automaten mussten wir zunächst ein Aufenthaltspaket kaufen. Nach der Bezahlung erhielten wir den Zugangscode, mit dem sich das Tor öffnen ließ. Das funktionierte unkompliziert und war schnell erledigt.

Der Stellplatz selbst machte einen sehr guten Eindruck. Er ist großzügig angelegt, bietet viel Platz und verfügt über Stromanschlüsse sowie Ver- und Entsorgungsstation. Besonders angenehm fanden wir die ruhige Atmosphäre - ideal, um nach der Fahrt zu entspannen.


Stellplatz Brünn:

Adresse: 639 00 Brünn, 821 Vinohrady

GPS: N49°10'46'' E 16°35'14''

das ganze Jahr geöffnet, ca. 50 Plätze, saubere Sanitäranlagen, Kassaautomat, Plätze mit Strom und ohne Strom








Nachdem Alfred unser Wohnmobil eingeparkt hatte, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen und genossen die Ruhe. Die Vorfreude war bereits groß, denn für den nächsten Tag stand wieder Sightseeing auf dem Programm. Wir wollten die historische Altstadt von Brünn erkunden und waren gespannt, was uns dort erwarten würde.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns mit der Straßenbahn auf den Weg ins Zentrum von Brünn. Am Hauptbahnhof angekommen, starteten wir unsere kleine Stadtbesichtigung zu Fuß.

Unser erster Weg führte uns hinauf zum Petrov, wo die imposante Kathedrale St. Peter und Paul, kurz Brünner Dom, über der Stadt thront. Die beiden 84 m hohen Türme gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Brünns und prägen gemeinsam mit der Burg Spilberk das Stadtbild. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erhielt schließlich ihre heutige neugotische Gestalt. Eine besondere Brünner Tradition ist übrigens das "Mittagsläuten" bereits um 11 Uhr - es erinnert an die schwedische Belagerung von 1645. 




Von dort ging es weiter Richtung Altes Rathaus. Hier wartete schon eines der kuriosesten Wahrzeichen der Stadt auf uns: der berühmte "Brünner Drache". Wer allerdings genauer hinsieht, erkennt schnell, dass es sich eigentlich um ein Krokodil handelt. Der Legende nach hielten die Brünner das ihnen unbekannte Tier im Durchgang des Alten Rathauses. Es gehört zu den bekanntesten Symbolen der Stadt. Dort befindet sich außerdem das berühmte Brünner Rad. Auch das spätgotische Portal des Rathauses ist sehenswert. Besonders ist auch der schief wirkende Turmaufsatz des Alten Rathauses, der dem Baumeister Anton Pilgram zugeschrieben wird.




Weiter ging unser Spaziergang zum Freiheitsplatz, einem der wichtigsten Plätze im Zentrum von Brünn. Dort entdeckten wir die ungewöhnliche  astronomische Uhr, die eigentlich eher wie eine überdimensionale Patrone aussieht. Das rund sechs Meter hohe Kunstwerk wurde 2010 aufgestellt. Die Uhr ist nicht ganz einfach abzulesen - dafür gibt es eine besondere Attraktion. Jeden Tag um 11 Uhr wird eine kleine Glaskugel aus dem Inneren der Uhr freigegeben und kann von Glücklichen aufgefangen werden. Wir haben es nicht gesehen, da wir nicht um 11 Uhr vor Ort waren.



Nach so vielen Eindrücken hieß es für uns: weiter zu Fuß. Unser nächstes Ziel war die Burg Spilberk, die hoch über der Altstadt liegt.  Der Aufstieg war zwar nicht ganz ohne, aber die Mühe hat sich gelohnt. Oben angekommen machten wir erst einmal eine kleine Pause und genossen die Aussicht. 




Die Burg Spilberk wurde bereits um 1250 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einer königlichen Burg zu einer mächtigen Barockfestung. Besonders bekannt wurde Spilberk später als Gefängnis. Während des Habsburgermonarchie galt es als eines der gefürchtetsten Gefängnisse Europas und wurde sogar als "Kerker der Nationen" bezeichnet. Heute beherbergt die Anlage das Museum der Stadt Brünn. Besonders schön ist aber auch der Blick von hier oben über die Dächer und Türme der Stadt. Wir ließen uns Zeit, genossen den tollen Ausblick und machten uns anschließend wieder auf den Weg zurück zum Stellplatz. Nach diesem abwechslungsreichen Tag in Brünn ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Morgen geht es wieder nach Hause - zurück nach Österreich.




Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen. Nach einem letzten Frühstück machten wir uns ganz entspannt auf den Heimweg. Die Heimfahrt verlief ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Genau so, wie man sich den Abschluss einer schönen Reise wünscht.

Wenn wir auf unsere Reise zurückblicken, können wir nur sagen: Es war eine wunderschöne und abwechslungsreiche Tour! Wir haben viele neue Orte entdeckt, beeindruckende Städte und Landschaften gesehen, interessante Sehenswürdigkeiten besucht und natürlich auch jede Menge Eindrücke gesammelt. Besonders schön war es, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein und immer wieder neue Plätze anzufahren, ohne dabei an einen festen Urlaubsort gebunden zu sein.

Nun heißt es wieder, zu Hause ankommen, die vielen Fotos sortieren und die Erinnerungen an eine tolle Reise Revue passieren lassen. 2.564 Kilometer, viele Erlebnisse und unzählige schöne Erinnerungen - unsere Polenreise war jeden Kilometer wert! 

Und wer weiß, vielleicht heißt es schon bald wieder - Wohnmobil startklar, nächste Reise beginnt. 

Liebe Grüße,

Manuela und Alfred












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